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Mein siebter Monat

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⇓English version⇓ So, erstmal kann ich sagen, warum ich mich schon minimal als Tica fühlen kann. Ich laufe über die großen Strassen und es juckt mich kaum, wenn ich plötzlich vor der Motorhaube eines grossen Pick-ups stehe, ups. Ich hab endlich ein Bier zu schätzen gelernt, das Pilsen aus CR geht wirklich klar. Ich habe weniger ein Problem damit, auf der Arbeit ne Stunde zu chillen, pura vida, die Kollegen sind auch am Handy oder quatschen nur. Wenn ich einfach abefuckt bin in einem Moment, kann ich mir ein ¨maeeee que pasa¨ nicht verkneifen, genauso sag ich bestimmt zehntausendmal pro Tag ¨ya¨, weil das einfach immer passt, auch wenn ich eigentlich gerade Deutsch rede. Ich bin nicht mehr ganz so verwirrt, wenn die muchachos in den Straßen irgendwelche dummen Anmachen machen, inzwischen sage ich eigentlich immer etwas zurück. Ich kann Lautstärke besser ausblenden, das Zughupen und im Club kriege ich weniger Kopfschmerzen. Ich kann ein bisschen besser tanzen, die cintura ...

Der sechste Monat

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⬇English version⬇ Ich kann es kaum fassen, wie schnell plötzlich die Zeit vergeht. Ich möchte gerade echt nicht mehr unbedingt nach Hause... Hier ist das Heimweh okay, weil ich weiß, dass ich zurück nach Hause komme, aber wenn ich zurück in Deutschland Heimweh nach Costa Rica habe, komme ich so schnell erstmal nicht zurück... 😟 Aber daran wollen wir jetzt erst einmal noch nicht denken! Das aller Wichtigste zuerst: Endlich bin ich in meinem Projekt, also bei der Arbeit, "angekommen". Ich freue mich am Donnerstagabend schon, am Montag die Auszubildenden wiederzusehen. Ich arbeite jetzt! Letzte Woche bin ich jeden Tag etwas länger geblieben und es wurde gesagt "Oh, Caro immer noch da?", "Ahh, Caro ist voll konzentriert". Die neue Englischlehrerin Ivannia schafft es, die Auszubildenden maximal zu motivieren. Ich war einfach nur beeindruckt als ich Texte, die die Administrations-Azubis geschrieben haben, zum Korrigieren bekommen habe. Es ging...

Mein fünfter Monat

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⇓ English version ⇓ Von diesem Monat kann ich sagen, dass ich gelernt habe, sehr viel mehr wertzuschätzen. Ich habe mich an viele Momente erinnert, und das Leben "der Caro in Deutschland" reflektiert. Das liegt zu einem daran, dass es mein erstes Weihnachten ohne Familie war und dann noch unter so anderen Umständen. Neujahr war für mich schon immer ein besonderer Tag und dieses Jahr habe ich besonders viel nachgedacht. Am ersten Wochenende dieses Monats haben wir uns am Donnerstagabend in der Bar "ManQala" zum Spielen getroffen. Irina, sie ist in ihren drei Monaten hier eine sehr gute Freundin von Hannah geworden, haben wir verabschiedet, weil sie wieder zurück in die Schweiz geflogen ist. Es wäre für mich unvorstellbar gewesen, zu diesem Zeitpunkt schon zurückzufliegen. Es fehlt mir noch viel, was ich lernen und sehen möchte! Mit Elena und Hannah war ich in einem superschönen Ballett "alicia en el país de maravillas" (Alice in Wonderland). I...